Durchatmen im Schulalltag
Warum?
In der vierteiligen Fortbildungsreihe geht es um die Förderung der Gesundheit von SchülerInnen und Lehrkräften durch fundierte Information und Selbsterfahrung mit der Atmung sowie des autonomen Nervensystems.
Der Atem und die bewusste Wahrnehmung des eigenen Körpers können als innere Kraftquelle erfahren werden, der zu Resilienz im (Schul-)Alltag beitragen kann. Im Fokus steht hierbei das Atmen in seinen verschiedenen Wirkweisen auf das autonome Nervensystem und das damit zusammenhängende Allgemeinbefinden, die Präsenz und Beziehungsfähigkeit im Schulalltag.
Für wen?
Lehrpersonen, die Wege zur Steigerung des eigenen Wohlbefindens sowie das ihrer SchülerInnen, der Entspannung und Gesundheit im privaten wie schulischen Alltag suchen. Lehrkräfte, die sich für die Themen Atem und Nervensystem interessieren.
Das Erlernte kann zur eigenen Weiterbildung als auch zur Implementierung im Unterricht verwendet werden.
Wie?
Ganzheitliche Körperarbeit, wissenschaftlich fundierte Atemtechniken aus Buteyko und Oxygen Advantage, Körperübungen aus TRE und Somatic Experiencing, bewusste Körpererfahrung.
Inhalt
Als Atemtrainerin und Coach für Stressmanagement und Nervensystem Regulation biete ich im Rahmen von Metamo Breathwork Fortbildungen für einen ganzheitlichen Zugang zu Atem und Körper. Über Informationen und abwechslungsreiche Bewegungsübungen werden Verständnis und Bewusstsein für die Grundlagen des Atmens sowie der Funktion des Nervensystems geschaffen.
Wir erforschen das eigene Atemmuster, erfahren welch zentrale Rolle das Zwerchfell im gesamten Organismus spielt oder wie Bewegung und Atem zusammenwirken. Wir lernen außerdem Grundkenntnisse über die Funktionen des autonomen Nervensystems, wie diese mit der Atmung zusammenhängen und erforschen, wie verschiedene Nervensystem Zustände an und selbst und SchülerInnen erkennbar werden und was wir dafür tun können, um Dysregulation zu unterstützen.
Das Übungsangebot geht spezifisch auf Herausforderungen im Schulkontext ein: Wie kann längeres Sitzen und Stehen ohne Spannung gelingen? Wie lässt sich Präsenz und Stimme im Unterricht halten? Wie lassen sich knappe Regenerationszeiten nutzen?
Die Übungen sind einfach und praktisch umzusetzen und sofort anwendbar. Ganz besonders sollen sie in belasteten Situationen stärken, Halt geben, Resilienz aufbauen und den Schulalltag durch kleine Übungen zwischendurch auflockern.
Termine und Seminarzeiten
Die Fortbildungsreihe gestaltet sich in 4 Modulen à 2 Unterrichtsstunden, online oder in Präsenz, je nach den gegebenen Möglichkeiten der Gruppe.
Weitere Informationen erhalten Sie per Mail.
Kosten
Die Kosten ergeben sich aus dem Honorar der Atemtherapeut*in, den Anfahrtskosten und der TeilnehmerInnenzahl (5-15 Personen, ggf. plus weitere Personen). In den Kosten enthalten sind die Seminarunterlagen und die Aufzeichnung (falls online).
Bei einer Teilnehmer*innen Anzahl von bis zu 15 Personen belaufen sich die Kosten pro Block auf 500 Euro (zzgl. Anfahrtskosten und Übernachtungspauschale).
Jede weitere Person wird pro Block mit + 25 Euro berechnet.
Modul Übersicht
Modul 1: Grundlagen der Atmung
Bevor wir etwas lehren können, müssen wir es erst selbst verstehen bzw. erfahren. Deshalb wird Im ersten Modul grundlegendes Wissen über die Atmung mittels simpler Selbsterfahrung am eigenen Körper vermittelt. Es geht primär um die dreidimensionale Bewegung des Zwerchfells im Rumpf und das Erforschen des Weges der Atmung. Die Übungen sollen Zugang zu einem gesunden Körpergefühl und Bewusstsein für die zentrale Bedeutung der Atembewegung schaffen. Wir betrachten auch die medizinischen Fakten in Bezug auf “richtig” und “falsch” atmen und machen erste Schritte in Richtung der Verbindung des Atems mit dem Nervensystem.
Modul 2: Atem und Haltung im Klassenzimmer
Der Schulalltag wird vor allem sitzend und stehend erlebt. Durch simple Körperübungen bzw. Selbsterfahrung des Atems in verschiedenen Haltungen erfahren wir, wie Sitzen unsere Atemmuskulatur und unsere Körperhaltung unsere Haltung zum Leben beeinträchtigt. Dabei erforschen wir, wie wir durch wiederholte kleine Übungen das Sitzen lebendig gestalten können. Die Übungen im Stehen geben Impulse, um gut geerdet, stabil und zugleich flexibel zu bleiben und auf diese Weise einen guten Atemfluss zu ermöglichen.
Modul 3: Das autonome Nervensystem und wie sich Dysregulation zeigt
Um als Lehrpersonen adäquat intervenieren zu können, dürfen wir uns mit der grundlegenden Funktion des autonomen Nervensystems (ANS) vertraut machen. Das ANS bestimmt unsere Verhaltens- und Denkweisen, die Art und Weise, wie wir die Umwelt und uns selbst erleben. Ob das ANS einer Person in Balance und gesund oder dysreguliert ist, lässt sich relativ offensichtlich am Verhalten im Unterricht erkennen. Wir erkunden die unterschiedlichen Anzeichen für Dysregulation und lernen, wie wir SchülerInnen im Unterricht dabei unterstützen können, ihre Systeme regelmäßig von angestauten Stressoren zu entladen.
Außerdem geht es darum in der Lage zu sein, SchülerInnen dabei zu begleiten, die Zeichen ihres Körpers wahrnehmen zu lernen und selbst zu erkennen, was sie in welchen Momenten brauchen: Ruhe oder Aktivierung? Abstand oder soziales Umfeld? Wir tauchen durch praktische, simple Übungen in die Tiefen der Interozeption ein.
Modul 4: Vertiefen und Austauschen
Das vierte Modul greift die Inhalte der vorherigen Module auf und gibt den Lehrenden die Möglichkeit, Übungen zu wiederholen, Eindrücke der Fortbildung zu reflektieren und Fragen zu stellen. Die Fortbildung wird mit einer Atemmeditation abgeschlossen.